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Kursphilosophie

 

„Immer wieder neu“

Meine Kurse sind für alle, die sich trauen kreativ zu werden. Kreativität heißt nichts anderes, als ein Problem auf neue Weise zu lösen. Unsere „verkopfte“ Welt hat uns den spielerischen Umgang mit den Dingen abtrainiert. Plötzlich, da neue, unbequeme Zeiten anbrechen, sollen wir flexibel werden. Also machen wir uns auf, das wiederzuentdecken, was in unserer Kindheit verloren ging. Mit Mut für ungewöhnliche Lösungen, (vor)urteilsfrei, lustvoll, (ent)spannend, begeben wir uns in einen Ausnahmezustand und entdecken das wieder, was verschüttet war und lang verloren schien.
Was hilft uns dabei? Am Anfang trainiere ich gerne die Intuition mit temporeichen Übungen zum Warmmachen, Abschalten, Sichfallenlassen. Kein Ergebnisdruck, nur mit Raum und Material warm werden, fließen lassen. Für die üblichen Kreativitätskiller „das kann ich nicht, das wird nichts“ ist keine Zeit. Die Bewertung wird vertagt. Beim ersten Kaffee oder Tee können wir „durchschnaufen“, vielleicht schon etwas reflektieren. Über mein Feedback direkt an der Staffelei oder auch in der Gruppe, gibt es etwas Futter für den Verstand, Entscheidungshilfen für die linke Hirnhälfte. Im Idealfall führt die Intuition (rechte Hirnhälfte) den Pinsel und der Verstand arbeitet, wenn wir Abstand nehmen. Wenn wir Glück haben versetzt uns das Training in einen Zustand, den man „Flow“ nennt. Dann malt sich das Bild plötzlich von allein.  Alles schon erlebt.
Malerei ist ein Abenteuer – anstrengend aber schön. Man muss viel von sich geben, immer wieder Neues wagen, unkonventionelle Wege gehen. Dabei helfe ich gern. Wer den Unterricht konsumiert, wird nicht entscheidend vorankommen. Das eigene Geben, ist mir ganz wichtig. Ich kann noch soviel zeigen und erklären, den eigenen Fortschritt muss man selbst machen.  Dabei sind Stagnationsphasen ganz normal, wie in jedem Lernprozess. „Immer wieder neu“ und Ausdauer hilft, dass der Knoten platzt. Und trotzdem bei sich bleiben, nicht nach den anderen schauen, während man arbeitet, in sich hineinhorchen und das tun, was für einen stimmt. Insofern mag ich Eigenwilligkeit und Eigenständigkeit.  Was ich nicht mag, ist Dekorationsmalerei, schöne Bilder, die nicht von einem selbst stammen, nachgemacht, irgendwo gesehen, die irgendjemand schön finden soll, nett hindekoriert, hinter denen man sich versteckt.  Lieber etwas „sperrig“ aber eigen.
Im plastischen Bereich sind wir allein durch das Material Ton sehr gut geerdet. Die Arbeit mit Platten erfordert jedoch einen Plan (Verstand). Diesen wiederum versuchen wir intuitiv zu erarbeiten. Dazu lasse ich mir immer wieder neue Übungen einfallen. Auch hier kann Zeitdruck hilfreich sein, ungewöhnliche, neue Lösungen zu finden. Das Experiment geht vor handwerklicher Präzision, wobei ich alles weiter gebe, was ich kann. Dazu gehört die Arbeit mit Platten, das Einarbeiten von farbigen Tonmehlen, das Erstellen gespannter Oberflächen mit Werkzeugen und, und, und. Alle Werkzeuge sind im Kurs vorhanden. Auch Anfänger, die noch nie mit Ton gearbeitet haben, können zu hervorragenden Ergebnissen kommen.

Die größte Belohnung für mich sind überraschend gute Ergebnisse, auf die ich genauso stolz bin wie die Teilnehmer. Außerdem lerne ich selbst in jedem Kurs für meine eigene Arbeit.
Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, auf der Suche nach der eigenen Ausdrucksweise begleite ich Euch, angepasst an den jeweiligen Entwicklungsstand. 

Petra Seibert
Kursleiterin